Wunden entstehen immer dann, wenn irgendwo am Körper eine Gewalt gewirkt hat. Das Organsystem wird beschädigt und der Körper beginnt sofort mit der Selbstheilung. Diese kann, je nach Größe der Wunde, unterschiedlich lange Zeit in Anspruch nehmen, und es gibt Wunden, welche vom Körper nicht mehr vollständig repariert werden können. Zurück bleibt immer Narbengewebe, was wiederum je nach Größe die künftige Funktion des beschädigten Organs aufrecht erhalten kann oder eben einschränkt. Egal welche Ursache die Wunde hat, im Körper setzt unmittelbar nach der Beschädigung der Heilungsprozess ein. Oft wird ein Gefäß verletzt, und wenn Blut aus dem Körper austritt und mit Sauerstoff in Berührung kommt wird es fest: Es gerinnt und bildet auf der Wunde Schorf. Diesen sollte man unbedingt ruhen lassen, denn darunter hat die Haut nun die Möglichkeit, neue Zellen zu bilden. Der ursprüngliche Zustand der verletzten Zellen kann jedoch nicht wieder hergestellt werden, das neue Gewebe ist dem alten nur ähnlich, es ist nicht so widerstandfähig und sieht auch etwas anders aus. Bei größeren Wunden wird man ein Leben lang an die Verletzung erinnert, die regenerierten Zellen (Narbengewebe) sind heller als die Haut, nehmen keine Bräunung an und können bei Belastung schneller einreißen. Dies kann z.B. zu einem Problem für Frauen werden, die bereits einen Kaiserschnitt hatten und ein weiteres Mal schwanger werden: In -allerdings seltenen- Fällen kann das Narbengewebe der Gebärmutter einreißen was einen lebensbedrohlichen Zustand für Mutter und Kind zur Folge hat. Bei großen oder tiefen Wunden bildet sich mitunter zuviel Narbengewebe, was Hervorwölbungen zur Folge hat, welche optisch nicht schön aussehen und mitunter auch zu Beeinträchtigungen führen können, je nachdem, an welcher Stelle des Körpers sie sich befinden. Ein weiteres Problem der Wundheilung sind Verwachsungen des Narbengewebes, welche vor allem bei Wunden vorkommen, die innerhalb des Körpers liegen. Solche können Folgen einer inneren Verletzung bei erheblicher äußerer Gewalt sein, welche etwa durch einen Unfall oder ein Verbrechen hervorgerufen worden. Aber auch operative Eingriffe hinterlassen Wunden und -nach deren Heilungsprozess- Narben innerhalb des Körpers. Weil die Organe sehr eng beieinander liegen, kann es vorkommen, dass das Narbengewebe Zellen miteinander verbindet, die eigentlich nicht zusammengehören. Diese Verwachsungen können starke Beschwerden hervorrufen und müssen manchmal ihrerseits operativ behandelt werden. Die Grundlagen der Behandlung einer Wunde sollte jedermann beherrschen, denn man wird im Alltag sehr oft damit konfrontiert. Viele Verletzungen entstehen im Haushalts- oder Freizeitbereich oder im Straßenverkehr. Bei der Wundversorgung ist Sauberkeit oberstes Gebot, denn bei jeder Verletzung können sich Erreger in der Wunde ansammeln, welche dem Körper zusätzlichen Schaden zufügen. Man sollte die Wundränder sorgfältig reinigen und die Wunde desinfizieren. Anschließend wird die Wunde mit einem sterilen Verband oder Pflaster abgedeckt. Auch Blutungen müssen so schnell wie möglich gestillt werden. Wenn eine Wundabdeckung nicht ausreicht, hilft ein Abbinden der Wunde mittels eines Druckverbandes.